Medien
20.11.2005

Eine Geschichte, die die ganz grosse Runde in der Blogosphäre machen könnte. Ich trage gerne dazu bei.

Einem Kamerateam von Stern TV wird ein neues Sicherheitssystem der Mercedes S Klasse vorgeführt. Der Testfahrer, ein AutoBild-Reporter, soll das Auto in dichten Nebel fahren. Den Reportern wird gesagt, dass das Sicherheitssystem den Fahrer akustisch vor einer Kollision warnt und beim Abbremsen unterstützend zur Verfügung steht. Das Dumme ist nur: das System funktioniert in der Versuchshalle gar nicht und alle Mercedes-Mitarbeiter, sowie der AutoBild-Reporter, wissen das auch. Das noch viel dümmere ist jedoch: der AutoBild-Reporter vergisst, dass sein Mikro immer angestellt ist.

Als dann auch noch der erste Testversuch schief läuft, wird es richtig peinlich. Eindeutiger kann man kaum nachweisen, dass zum einen Mercedes das Fernsehteam bewusst täuschen wollte und zum anderen ein angeblich unabhängiger Journalist und Chefreporter der AutoBild bei diesem Spiel mitspielte. Den SternTV-Bericht kann man sich hier entweder als Stream anschauen oder herunterladen. An die Netzöffentlichkeit brachte die Geschichte der BildBlog.


Kommentare

Sebastian - 20.11.2005 at 15:01:22

Man oh man, da konnte ich mir das Grinsen wirklich nicht verkneifen, als die Karosse gen Nebel schießt und man es plötzlich nur noch Krachen hört. Und dann erst das verduzte Gesicht der Reporters.
Leider vermute ich, dass solche “Vetternwirtschaft” nichts ungewöhnliches unter Journalisten ist, ganz gleich welche Branche. Ich hatte schon immer ein komisches Gefühl wie z.B. die Spielewertungen in Computerzeitschrifen zustande kommen. Aber man will sich ja auch nicht seine Werbekunden vergraueln. Mercedes ist da sicher ganz groß im Geschäft mit der AutoBild.
Durch meinen Nebenjob, bei dem ich sehr viele teure Autos der colour S-Klasse fahre weiß ich allerdings auch das Syteme wie abstandswarner, ESP und wie sie alle heißen auch recht gut funktionieren. Um so mehr wundert mich, dass man solch eine Ente aufziehen muss.

Christoph - 20.11.2005 at 16:37:27

Peinlich, peinlich. Aber somit merkt man wieder einmal, dass bei Mercedes einiges nicht stimmt. Ist ja in den letzten Jahren nicht die einzig negative Schlagzeile, auch wenn man den Elchtest mal beiseite lässt.
Ich kann mich an eine Situation in Wien erinnern, wo ich mit einem Mercedes-Taxi (ich glaube es war eine C-Klasse) mitgefahren bin: Auf meine Frage hin, wieso das ESP-Warnlicht leuchtet, meinte der Taxler: “Das ist normal. Reparieren können sie es nicht, weil sie den Fehler nicht finden. Geht aber hier fast allen so”.

Coolcat - 21.11.2005 at 20:15:55

^^ da hat es mal wieder ein Spamer geschafft…

@Topic:
Ich habs eben in der Uni zum zweiten mal gesehen und wir haben trotzdem vor lachen aufm boden gelegen…

Coolcat

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