Sollte doch tatsächlich am Ende der WG-Blogger JP indirekter Auslöser einer Kooperation zwischen Frosta und Bionade sein? Für alle, die die Story nicht mitbekommen haben: Frosta behauptete im firmeneigenen Blog, dass die natürlichen Aromen in dem Getränk Bionade nicht aus der jeweiligen namensgebenden Frucht stammen, sondern durch Bakterien- und Pilzkulturen in Sägespähnen hergestellt werden (was offenbar nicht stimmt und von Frosta wieder zurück genommen wurde). JP fragte darauf hin bei Bionade an (ganz altmodisch per Email ;)) und Bionade rief bei Frosta an (noch altmodischer per Telefon) und verlangte eine Gegendarstellung, da Bionade nachweisen kann, dass diese natürlichen Aromen tatsächlich nicht mit den erwähnten Bakterien- und Pilzkulturen hergestellt werden.
JP bekam für den Hinweis noch ein Geschenk zugesendet und alle waren glücklich. Und nun liest man bei Frosta, dass nach einem weiteren Telefonat zwischen Bionade und Frosta wohl ein erstes Treffen ansteht und auf beiden Seiten zumindest das Interesse an einer Zusammenarbeit vorhanden ist. Schöne Geschichte das ganze. Und ich bin gespannt, was aus dem Treffen wird. Wenn man so darüber nachdenkt, liegt eigentlich nichts näher, als die Kooperation zwischen diesen beiden Unternehmen. Frosta koppelt in Werbeaktionen seine Produkte an das Kultgetränk Bionade und kann damit verstärkt ein Bewusstsein für das Reinheitsgebot schaffen und eventuell sogar neue Käuferschichten erschliessen. Und für das kleine und noch budgetarme Unternehmen gibt es nichts besseres, als einen grossen Riesen an der Seite zu haben, über den sich sehr effektiv Publicity erzeugen lässt.
Bei einem Glas Wein könnte man zur späten Stunde direkt mal anfangen darüber zu philosophieren, ob damit eventuell sogar ein neuer Trend gesetzt wird. Junge, internetaffine und erfolgreiche Menschen wehren sich gegen den billigen Mainstream und schlechten Kommerz (Open Source-Bewegung, kostenlose Musik) und setzen bei ihrer Ernährung wieder auf Qualität. Sie fühlen sich sogar auf Grund der Weblogs ihrer Hersteller und der direkten Interaktion mit den Angestellten in den Produktionsprozess mit eingebunden. Open Futter? Gähn…bin müde, also lassen wir das. ;)
Nur eins noch: Coca Cola, Daimler Chrysler oder der Otto-Versand hätten ein massives Glaubwürdigkeitsproblem, würden diese Unternehmen einen Firmenblog betreiben. Bionade hingegen würde man es abkaufen *winkmitdemZaunpfahl*.
Nachtrag: es gab offensichtlich noch eine ganze Reihe anderer Leute, die Bionade auf den Frosta-Eintrag hinwiesen.
