OpenOffice
03.12.2005

Oder: Pimp up my Vortrag: Wenn man einen Vortrag in der Schule oder in der Uni halten muss, wird oft verlangt, dass man eine Art Zusammenfassung seines Vortrages als Handout an die Kursteilnehmer austeilt. Da sich ein guter Vortrag unter anderem dadurch auszeichnet, dass der Redner mehr erzählt, als auf dem Handout steht, macht es Sinn, sich ein Blatt zurecht zu legen, auf dem neben den Handout-Informationen auch noch weitere Inhalte stehen, die man hier und da einstreuen kann.

Damit man sich nicht doppelte Arbeit machen muss bzw. durch Copy&Paste ständig darum bemüht ist, für Konsistenz zu sorgen, gibt es in OpenOffice die Möglichkeit sogenannte Bedingte Texte einzufügen. Das sind Textpassagen, die nur dann angezeigt werden, wenn eine selbstdefinierte Bedingung wahr ist. Das ganze wird wie folgt eingestellt: Unter Einfügen - Feldbefehl - Andere… - Variablen kann man eigene Variablen erstellen, denen man eine booleschen Wert zuweist. Auf der Reiterseite Funktionen finden sich die Punkte Bedingter Text und Versteckter Text. Bei beiden Funktionen gibt man eine Bedingung an (einen booleschen Ausdruck) und einen Text, der angezeigt werden soll, wenn diese Bedingung wahr ist.

Auf diese Weise lässt sich in EINEM Dokument ganz einfach regeln, was sichtbar sein soll und was nicht. Vor dem Ausdrucken setzt man einfach nur die betreffenden Variablen auf TRUE oder FALSE und schon wird nur der Text angezeigt, den man haben möchte. Für die Kursteilnehmer blendet man dann einfach alle Kommentare aus und für das eigene Paper werden alle Textpassagen, die das selbst erworbene Hintergrundwissen demonstrieren sollen, wieder eingeblendet.


Kommentare

Nico - 03.12.2005 at 22:13:16

komisch. bei meinen bisherigen vorträgen an der uni wurden keine handouts verlangt. wer will darf eins machen, wer nicht will, muss das nicht tun. mathematiker sind halt ein faules volk. meine vorträge stehen immer handgeschrieben auf einem oder mehreren blatt papier, wenn jemand wirklich den vortrag noch einmal nachvollziehen möchte und nicht selbst mitgeschrieben hat, dem biete ich an meine eigene vorlage zu kopieren (handgeschrieben - aber ordentlich. versteht sich. man muss es ja in der hitze des gefechts lesen und vortragen können). sind meist nicht so viele, die da wirklich interesse dran haben.
meinen studenten in der übung gebe ich meine vorlage ja auch nicht als handout sondern nur als tafelanschrift - wobei da meist mehr drauf steht, als wozu ich in der übung komme alles zu erzählen - tafel zu klein, zeit zu kurz und die ersties sind zu unmotiviert, als daß ich zügig voran kommen würde. ob ich nochmal übungsleiter mache, muss ich mir schwer überlegen für dieses taschengeld. naja, sind ja noch genügend semester, wo ich das nochmal machen kann ;-) bin ja früh dran.

Martin Pyka - 04.12.2005 at 20:12:14

naja, wenn ich einen vortrag an der mathe halte, dann mach ich das auch ohne handout. geht auch oftmals nicht anders wegen der thematik. ich habe aber noch literatur- und text-wissenschaft als anwendungsfach und bei den anglisten ist das eigentlich schon fast standard, dass man ein handout rum gibt. vor allem bei themen, bei denen es nur um reines wissen geht. mein thema lautet: Der Humanismus in England im 16. Jahrhundert.

digi_c - 05.12.2005 at 08:59:06

Danke für den Featuretip Martin!
Aber in der Schule habe ich immer erst das Thema abgegraßt und mir einen endlosen Zettel voller Stichpunkte geschrieben, die dann gruppiert/zusammengefasst und daraus dann die Präsentation entwickelt.
Dann habe ich für meinen Redenzettel die Seitengliederung übernommen und wissenswertes ergänzt. Tja und Handout habe ich einfach das Wichtigste zusammengefasst, was meistens nur wenige Details waren und nicht unbedingt mit C&P zu machen wäre.

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