Netzkultur
02.01.2006

Zuerst erwischte es den Shopblogger und jetzt scheint der Werbeblogger in einen Rechtsstreit um Markennamen verwickelt zu sein. Hier die Kurzfassung für diejenigen, die noch nicht wissen, worum es geht:

In einem Permalink zu einem Artikel aus dem Jahr 2004 vom Werbeblogger kommt der Name “Heidi Klum” vor. Vor ein paar Tagen erhielt Patrick Breitenbach, Webmaster von Werbeblogger.de eine Email von Günther Klum, dem Vater von Heidi Klum:

Guten Tag,

da der Name Heidi Klum gesetzlich geschützt ist (R) und TM, bitte ich Sie den Namen aus Ihrer URL zu entfernen und die Werbung mit dem Namen Heidi Klum einzustellen. Als Termin hiefür habe ich mir den 2. Januar 2006 Notiert.
Ich bitte um Ihr Verständnis

Nun, der 2. Januar ist heute und inzwischen sind sogar ein paar grössere Nachrichtenmagazine, wie Golem oder die Netzeitung auf dieses Thema eingestiegen. So absurd der Rechtsstreit auf den ersten Blick sein mag, bisher hat sich noch niemand der (tatsächlichen?) Problematik irreführender URLs angenommen. Sollte es also tatsächlich zu einem Prozess kommen?

Inzwischen bekommt die ganze Geschichte allerdings eine andere Wendung. Denn bisher meldete sich Günther Klum nur per Email, was angesichts dieser ernsthaften Auseinandersetzung die Glaubhaftigkeit der Emails berechtigterweise zumindest in Frage stellt, denn Absender kann heutzutage jeder fälschen. Zwar scheint auch die Absenderdomain mit der Heidi Klum GmbH in Verbindung zu stehen, aber ein richtiger Beweis dafür, dass wirklich die Person Günther Klum dahinter steckt ist dies immer noch nicht. Recherchen ergaben, dass weder Herr Klums Anwaltskanzlei von irgendwas weiss, noch seine Sekretärin. Unabhängig von dem absurden Vorwurf mit der Verwendung von Markennamen in URLs von Blogs einen Missbrauch zu betreiben, stellt sich also die Frage, ob Emails über Rechtsstreitigkeiten überhaupt ernst genommen werden müssen. Könnte doch jeder dahinterstecken.

Das es sich bei der Angelegenheit um Heidi Klum und dem Werbeblogger um einen Fake handelt, darf man zumindest arg bezweifeln. So verrückt kann nur die Realität sein.


Kommentare

Christian (aka Jim_Raynor) - 02.01.2006 at 21:33:17

Nun, als ich heute erfahren hab, dass man als Hausbesitzer auf Schadensersatz verklagt werden kann (und auch noch zahlen muss), wenn sich ein Einbrecher beim Einbruch in den Haus ernsthaft verletzt (zum Beispiel durch den Zaun oder durch eine kaputte Leiter die auf dem Grundstück liegt), habe ich jeglichen Glaube an die Deutsche Rechtssprechung verloren …

ROFL - 02.01.2006 at 22:03:55

lol @ christian wo steht das bitte um quelle, das muss gebloggt werden…

hirnrinde.de - was in unseren Köpfen herumspukt... - 02.01.2006 at 23:15:45

Nächste Stufe der Sylvester-Rakete(n) abgeschossen (Update)…

Scheinbar wird es nichts mit der erhofften Ruhe nach den Rechtstreitigkeiten, die sich am Horizont für den Shopblogger und den Werbeblogger abzeichnen (siehe auch “Turbulente Jahreswende”). Während die Tastaturen in der Blogosphäre weiter fleißig kla…

problematik.net - 03.01.2006 at 12:30:28

achtung es eskaliert!…

der shop— und der werbe—blogger stehen unter beschuss

und jetzt geht es rund in kleinbloggersdorf:
spreeblick | golem | wordpresser | lawblog | elfengleich | themenmixer | schockwellenreiter | basicthinking | lapidarium | büroblogge…

Mag - 05.01.2006 at 15:24:29

Na ja, Abmahnungen und Kostennoten gibt es noch gar nicht und das Ganze wird viel zu hoch gekocht. Unverständlich, wieviel Wirbel darum gemacht wird. Widme man sich besser Berichten über das vorbildliche Engagement von Heidi Klum für Kinderrechte bspw.! …

FRATELLI D'ITALIA - 05.01.2006 at 19:14:41

HEIDI KLUM HEIDI KLUM HEIDI KLUM HEIDI KLUM…

Patrick Breitenbach, one of the authors of the german blog Werbeblogger has received a cease & desist from someone who appears to be the father of a well known supermodel that orders him to remove from an old post her name (use……

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