[image:827:c]Keine Frage. Die Benutzerführung und das Konzept, unter dem ein Dokument professionell gestaltet werden kann, sind in OpenOffice Writer weit aus besser umgesetzt, als in Microsoft Word. Schade ist nur, daß das Programm vor Bugs, die an vielen kleinen Stellen versteckt sind, nur so strotzt und das schnelle Arbeiten behindert. Ich merkte das neulich wieder, als ich eine Examensarbeit layoutete. Da funktionieren plötzlich Zeichenvorlagen im Inhaltsverzeichnis nicht, Kapitelnummerierungen beginnen mehrmals bei 1 trotz funktionierender Konfiguration, und die Autoformat-Funktion, die einem bei der Wahl des richtigen Bindestrichs und den richtigen Einrückungen bei Aufzählungen wirklich sehr hilft, nervt an anderen Stellen, weil sie Überschriften zu erkennen glaubt, die keine sein sollen.
Das Merkwürdige dabei ist, daß ich diese ganzen Probleme in der 1.9.x-Version noch nicht sah. Irgendwie fand da eine Verschlimmbesserung des Paketes statt. Auf jedenfall bekomme ich manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich Leuten OpenOffice empfehle und dann aber miterleben muß, wie das Programm, das rein konzeptionell wirklich hervorragende Einstellungsmöglichkeiten bietet und damit Microsoft Word überlegen ist, dann plötzlich streikt oder irrationale Ergebnisse liefert. Damit man mich hier nicht falsch versteht. Man kann sehr wohl mit OpenOffice Examensarbeiten, ganze Bücher und Magazine produzieren und je mehr man sich über die Struktur des Dokumentes am Anfang Gedanken macht und die Vorlagen richtig konfiguriert, umso reibungsloser läuft dann auch das Arbeiten mit den Inhalten ab. Unerfahrenere Nutzer schaffen es aber mit einem erstaunlichen Tempo OpenOffice genau da zu treffen, wo es weh tut.
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