Edwin Catmull ist Mitbegründer der Pixar Animation Studios, aber damit nicht nur ein bekannter Unternehmer, sondern als Informatiker auch ein Mitentwickler und Wegbereiter der modernen Computeranimation. Auf einer Konferenz der Stanford Graduate School of Business hielt Edwin Catmull einen Vortrag über die Probleme und Erkenntnisse, die in seiner Firma in den letzten 13 Jahren seit dem Film Toy Story auftraten. Es geht um die Art, wie das kreative Potential der Mitarbeiter am besten entfaltet werden kann, wie eine gutes Unternehmen zu einem sehr guten Unternehmen wird, welche Probleme in jedem Unternehmen dieser Größenordnung auftreten und wie Pixars Firmenphilosophie dazu aussieht.
Was ist für ein Unternehmen wichtiger? Gute Ideen oder gute Leute? Nachdem man Edwin Catmull eine halbe Stunde andächtig lauscht, wie er über die Anfänge von Pixar aus dem Nähkästchen plaudert, was er und seine Mitarbeiter über gute Filme, gute Geschichten, gute Ideen alles dazu gelernt haben, lautet sein Urteil: Gibt man eine gute Idee mittelmässigen Mitarbeitern, kommt etwas mittelmässiges dabei heraus. Gibt man eine mittelmässige Idee guten Mitarbeitern, wird die Idee verbessert (O-Ton: They fix that!).
Das ist eine von vielen Weisheiten, die man während des Vortrages von Edwin Catmull aufschnappen kann. Etwa 55 Minuten ist der Vortrag lang und es ist toll, dass ausser den Studenten im Vorlesungssaal noch so viele mehr das Privileg geniessen dürfen, dieser Person zuzuhören.
