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03.11.2008

Heute haben wir uns das ARD-Studio in Washington angeschaut. Hier wieder ein paar kurze Notizen:

Normalerweise arbeiten im Studio 30 Mitarbeiter für die diversen öffentlichen Fernseh- und Radiosender. Für die Zeit der Wahlen kamen nochmal 100 Mitarbeiter dazu. Ein Zelt im Hinterhof des Hauses versorgt die Arbeiter mit Essen, zusätzlich wurden Dixi-Klos aufgestellt.

25-27 Stunden Fernsehen und Radio werden dort zur Zeit produziert.

WDR-Korrespondent Ralph Sina empfahl Real Clear Politics für den schnellen Überblick.

Erwiesenermaßen sinkt die Aufmerksamkeit des Zuhörers nach 90 Sekunden. Dementsprechend lautet die Vorgabe für viele Radiobeiträge: Es darf nicht länger als 1 Minute 30 sein.

Der Korrespondentenarbeitstag beginnt um 6 Uhr morgens (Zeit in Washington), damit in wichtigen Fällen noch ein Beitrag für das Mittagsmagazin (nach deutscher Zeit) erstellt werden kann. Normalerweise werden diese vorproduziert.

CNN wird in den USA angeblich nur von 1% der Zuschauer gesehen und ist damit praktisch unbekannt.

Blogs werden für Fernseh- und Radiomachern zu immer wichtigeren Informationsquellen.

Neben der Wahl des Präsidenten wird auch über ein Drittel des Senats und über das Repräsentantenhaus abgestimmt. Das heißt, erst durch die Zusammensetzung des Repräsentantenhaus wird sich zeigen, wie handlungsfähig die Partei des jeweiligen Präsidenten überhaupt sein wird. Das geht ein wenig in der Nachrichtenlandschaft unter! Außerdem packen die einzelnen Staaten zu dieser Wahl noch lokale Entscheidungen mit auf den Wahlzettel. In Californien wird zum Beispiel über die Ehe unter Homosexuellen abgestimmt, in Washingten über den Einsatz von erneuerbaren Energien. Bei diesen Wahlen wird also das Land in verschiedenen Aspekten kräftig durchgerüttelt.

Und hier noch ein paar Bilder von unserer tollen Reise:


Aktueller Verkaufsstand in einem Touristenladen.


Wahlkampfbüro der Demokraten in Gettysburg.


Vorbereitungen vor dem weißen Haus für die Parade am 20.01.09.


Washington bei Nacht. Blick auf das Washington Monument (links) und das Jefferson Memorial (rechts).


Blick vom Rockefeller Center in New York auf Manhattan.


Kommentare

Tobias - 03.11.2008 at 10:27:24

Schön Serie und toll einen quasi privaten Berichterstatter zu haben.

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