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07.11.2008

Tja, ich hätte auch gerne noch den vorletzten und letzten Tag der Wahl im Blog dokumentiert, aber leider war das Internet im Hotel in New York nicht kostenlos. Den Medien haben sicherlich alle entnommen, dass die Stimmung vor allem in den demokratischen Hochburgen hervorragend war. Wir haben die Wahlnacht zuerst in einer Kneipe verfolgt, wo ab und an schon Konfetti von der Decke flog, wenn ein wichtiger Staat an Obama ging. Doch als klar wurde, dass er die Mehrheit hatte und damit neuer Präsident der Vereinigten Staaten ist, gab es kein halten mehr. Die Leute stiegen jubelnd und schreiend in die U-Bahnen ein, um zur großen Party am Times Square zu fahren. Hupkonzerte, Jubel, es fühlte sich an, wie nach einer gewonnenen Fußballweltmeisterschaft.

Hier noch eine kleine Anekdote von der Wahlnacht. CNN hatte einen großen Stand am Times Square aufgebaut, mit zwei Monitoren und einer großen Tribüne. Der ganze Platz war voll und alle Leute warteten gebannt, dass Obama in Chicago die Bühne betreten würde, um seine Rede zu halten. Und dann kam er, frenetischer Jubel am Times Square, O-ba-ma-Chöre, Autohupen, Obama und seine Familien begrüßen die Menge, Winken in die Kameras, seine Frau geht mit den Kindern von der Bühne ab, Obama bewegt sich zum Rednerpult, alle warten gespannt auf Obams erste Worte … und plötzlich fallen die beiden Monitore am Times Square aus:

Obama betritt die Bühne. Die Zuschauer am Times Square schauen gebannt auf die Leinwand.

Und dann war plötzlich das Signal weg. Die Menschenmassen pilgern an das andere Ende des Times Square, wo MSNBC übetrug.


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