08.01.2010

Hier ist, in bewährter Tradition, der SVG-Kalender für das Jahr 2010. Einmal im SVG-Format und einmal als PDF-Version.


11.07.2009

Inspiriert durch diese tolle Serie stereographischer Bilder auf flickr habe ich mal selber versucht, soetwas vom Schloss von Münster herzustellen. Wichtig ist, daß die Belichtungs- und Blendenzeit für die Bilderserie konstant bleibt und man nicht die Kamera um den Körper, sondern den Körper um die Kamera dreht. Zusammengesetzt werden die Bilder anschliessend mit Hugin.


09.07.2009

Auf meinem Weg von Hagen nach Münster habe ich eine Digitalkamera mitlaufen lassen, die alle 0,5 Sekunden ein Foto machte. Hintereinander gehängt werden aus 50 Minuten Fahrt 3:18min. Die dargestellte Geschwindigkeit entspricht etwa 1400kmh, also etwas mehr als Schallgeschwindigkeit.


03.01.2009

Es ist wieder soweit. Passend zum neuen Jahr gibt es auch wieder einen neuen SVG-Kalender, der mit dem kostenlosen Programm Inkscape bearbeitet werden kann. Einfach die ZIP-Datei runterladen, entpacken, die SVG-Datei in Inkscape öffnen und das gewünschte Layer für Geburtstag, Feiertage oder Ferien entsperren (unten in der Statusleiste), so daß Änderungen vorgenommen werden können. Viel Spaß mit dem neuen Kalender und frohes Neues!


29.12.2008

Vor ein paar Wochen hatte ich das Glück Chris Harrison kennenzulernen, der einen Vortrag über Visualisierung von Informationen hielt. Auf seiner Homepage veröffentlicht er am Computer generierte Bilder, die Zusammenhänge zwischen großen Datenmengen mit ästhetischen Farben und Mustern verbinden. Als Datengrundlage dienten ihm dabei unter anderem die Bibel, in der er die Verweise auf andere Bibelstellen darstellte, der Google Corpus, in der er Häufigkeiten von Wortnachbarschaften visualisierte oder das Netzwerk Digg, bei dem er das Aufkommen von Nachrichten verfolgte.

Die Bilder werden von ihm zum Teil als PDF-Datei, zum Teil aber auch als hochauflösende Bitmap-Dateien (12000×7200, 109MB) zum selber ausdrucken bereitgestellt, können aber auch als Poster bestellt werden. Das faszinierende an seiner Arbeit ist, daß er die Ästhetik der Bilder aus den Daten mit einfachen Algorithmen holt.

Interessant sind auch seine Forschungsthemen, mit denen er sich als Ph.D. Student im Human-Computer Interaction Institut beschäftigt.


07.11.2008

In Philadelphia und Harrisburg sahen wir Springbrunnen, deren Wasser in gelb oder rot gefärbt war. Angeblich hat die Farbe des Wassers eine symbolische Bedeutung, aber genauer recherchieren konnte ich das nicht. Man wundert sich allerdings als Fremder, wenn man um die Ecke biegt und plötzlich das Wasser in dieser knalligen Farbe sieht.


07.11.2008

Tja, ich hätte auch gerne noch den vorletzten und letzten Tag der Wahl im Blog dokumentiert, aber leider war das Internet im Hotel in New York nicht kostenlos. Den Medien haben sicherlich alle entnommen, dass die Stimmung vor allem in den demokratischen Hochburgen hervorragend war. Wir haben die Wahlnacht zuerst in einer Kneipe verfolgt, wo ab und an schon Konfetti von der Decke flog, wenn ein wichtiger Staat an Obama ging. Doch als klar wurde, dass er die Mehrheit hatte und damit neuer Präsident der Vereinigten Staaten ist, gab es kein halten mehr. Die Leute stiegen jubelnd und schreiend in die U-Bahnen ein, um zur großen Party am Times Square zu fahren. Hupkonzerte, Jubel, es fühlte sich an, wie nach einer gewonnenen Fußballweltmeisterschaft.

Hier noch eine kleine Anekdote von der Wahlnacht. CNN hatte einen großen Stand am Times Square aufgebaut, mit zwei Monitoren und einer großen Tribüne. Der ganze Platz war voll und alle Leute warteten gebannt, dass Obama in Chicago die Bühne betreten würde, um seine Rede zu halten. Und dann kam er, frenetischer Jubel am Times Square, O-ba-ma-Chöre, Autohupen, Obama und seine Familien begrüßen die Menge, Winken in die Kameras, seine Frau geht mit den Kindern von der Bühne ab, Obama bewegt sich zum Rednerpult, alle warten gespannt auf Obams erste Worte … und plötzlich fallen die beiden Monitore am Times Square aus:

Obama betritt die Bühne. Die Zuschauer am Times Square schauen gebannt auf die Leinwand.

Und dann war plötzlich das Signal weg. Die Menschenmassen pilgern an das andere Ende des Times Square, wo MSNBC übetrug.


03.11.2008

Heute haben wir uns das ARD-Studio in Washington angeschaut. Hier wieder ein paar kurze Notizen:

Normalerweise arbeiten im Studio 30 Mitarbeiter für die diversen öffentlichen Fernseh- und Radiosender. Für die Zeit der Wahlen kamen nochmal 100 Mitarbeiter dazu. Ein Zelt im Hinterhof des Hauses versorgt die Arbeiter mit Essen, zusätzlich wurden Dixi-Klos aufgestellt.

25-27 Stunden Fernsehen und Radio werden dort zur Zeit produziert.

WDR-Korrespondent Ralph Sina empfahl Real Clear Politics für den schnellen Überblick.

Erwiesenermaßen sinkt die Aufmerksamkeit des Zuhörers nach 90 Sekunden. Dementsprechend lautet die Vorgabe für viele Radiobeiträge: Es darf nicht länger als 1 Minute 30 sein.

Der Korrespondentenarbeitstag beginnt um 6 Uhr morgens (Zeit in Washington), damit in wichtigen Fällen noch ein Beitrag für das Mittagsmagazin (nach deutscher Zeit) erstellt werden kann. Normalerweise werden diese vorproduziert.

CNN wird in den USA angeblich nur von 1% der Zuschauer gesehen und ist damit praktisch unbekannt.

Blogs werden für Fernseh- und Radiomachern zu immer wichtigeren Informationsquellen.

Neben der Wahl des Präsidenten wird auch über ein Drittel des Senats und über das Repräsentantenhaus abgestimmt. Das heißt, erst durch die Zusammensetzung des Repräsentantenhaus wird sich zeigen, wie handlungsfähig die Partei des jeweiligen Präsidenten überhaupt sein wird. Das geht ein wenig in der Nachrichtenlandschaft unter! Außerdem packen die einzelnen Staaten zu dieser Wahl noch lokale Entscheidungen mit auf den Wahlzettel. In Californien wird zum Beispiel über die Ehe unter Homosexuellen abgestimmt, in Washingten über den Einsatz von erneuerbaren Energien. Bei diesen Wahlen wird also das Land in verschiedenen Aspekten kräftig durchgerüttelt.

Und hier noch ein paar Bilder von unserer tollen Reise:


Aktueller Verkaufsstand in einem Touristenladen.


Wahlkampfbüro der Demokraten in Gettysburg.


Vorbereitungen vor dem weißen Haus für die Parade am 20.01.09.


Washington bei Nacht. Blick auf das Washington Monument (links) und das Jefferson Memorial (rechts).


Blick vom Rockefeller Center in New York auf Manhattan.


02.11.2008

Weitere Notizen:

In Washington beginnen jetzt schon die Bauarbeiten und Vorbereitungen für die Parade am 20.01.09, wenn der neue Präsident in die Stadt einzieht.

Ein beliebtes Halloween-Kostüm war dieses Jahr der Joker aus dem neuen Batman-Film. Ansonsten ist an Halloween ‘Verkleiden’ wichtiger als ‘gruselig Verkleiden’.

Im Gegensatz zu Deutschland gibt es hier keine Wahlplakate mit Foto und Slogan bzw. Bildunterschrift. Hauptsächlich werden hier kleine in den Rasen einsteckbare Aufsteller benutzt, auf denen einfach nur der Name des Kandidaten und Vizepräsidentschaftskandidaten steht.

Hier gibt es Buttons mit Sarah Palin in der We Can Do It-Pose.

In der Nähe der Mall sieht man praktisch keine Wahlwerbung, aber die Vororte sind voll davon.

Morgen werden hier die Uhren umgestellt. Wie praktisch, jetzt kann ich nochmal eine Stunde länger schlafen!


01.11.2008

Ich bin für ein paar Tage in den USA unterwegs und will hier ein paar zusammenhangslose Beobachtungen festhalten, die mir bei meiner kleinen Rundreise aufgefallen sind. In vier Tagen wird hier der nächste Präsident der USA gewählt und ein paar Begleiter und ich haben die Gelegenheit mit den Leuten hier vor Ort zu sprechen. Hier nun also ein paar kleine Notizen:

New York, ein urdemokratischer Staat, ist praktisch werbefrei, was den Wahlkampf angeht. Obama braucht hier keine Werbung machen und für McChain macht es keinen Sinn.

Vor dem letzten Spiel der Baseball-Liga (die die Phillies gewonnen haben), liessen die Demokraten auf sieben Kanälen eine halbe Stunde lang Obama-Werbung laufen. Das muß teuer gewesen sein.

Amerikaner scheinen wesentlich offener gegenüber Medien zu sein, als Deutsche. Die Leute sprechen bereitwilliger ins Mikro und geben Statements ab.

Wohnungspreise sind in Manhattan immer noch jenseits von Gut und Böse. Für eine 25qm-Wohnung in Manhattan zahlt man bis zu 2500 USD Miete pro Monat. Nicole Kidman zahlte angeblich für eine 120qm Wohnung einen Kaufpreis von 3 Millionen USD.

Wer die Wahl hat zwischen Empire State Building und Rockefeller Center => Rockefeller Center

Cycloramas sind handgemalte 360 Grad Rundumgemälde von einer derartigen Größe, dass ihr Umfang länger ist als die Länge eines Fussballfeldes. Im 19 Jahrhundert wurden sie für bedeutsame Schlachten oder Katastrophen erstellt und sind auch heute noch beliebt.

Noch vier Tage bis zur Wahl.